Im Januar verstärkten Angriffe von Al-Qaida- und IS-nahen Kräften auf Aleppo die sich gegen die Kurden richteten, tiefe Befürchtungen um das Schicksal Rojavas. Gleichzeitig sagte EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen der Übergangsregierung in Damaskus 6,2 Millionen Euro Soforthilfe zu. Mit Unterstützung der Türkei rückten Extremisten vor, übernahmen Städte und Gefängnisse mit tausenden Dschihadisten und umzingelten Kobane, wodurch Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung bedroht wurden. Trotz dieser Gefahr leistete die Bevölkerung Rojavas Widerstand, während weltweit Demonstrationen und politischer Druck gegen die Unterstützung dschihadistischer Kräfte entstanden. Rojava zeigt zugleich, wie demokratischer Konföderalismus, Frauenbefreiung, Basisorganisationen und genossenschaftliche Wirtschaftssysteme trotz Konflikten gesellschaftliche Stabilität, Selbstverwaltung und kulturelle Zukunftsperspektiven stärken können.
