In anarchistischen Kreisen wurde und wird häufig das Themengebiet Bildung berührt. Herrschaftliches Denken und Verhalten gilt es zu verlernen - Selbstorganisation und Solidarität zu erlernen. Vor dem Hintergrund der klassischen Kritik an der staatlichen Zwangsinstitution Schule oder dem exklusiven und einer bestimmten Rationalität unterworfenen Universitäten entwickelten sich unterschiedliche alternative Bildungsinstitutionen, -formate und -methoden; darunter auch solche der anarchistischen Pädagogik. Die damit verbundenen Anliegen sind klar: Emanzipation setzt Bewusstwerdung, Befähigung und Bestärkung voraus.
Wie können aber anarchistische Inhalte und Denken vermittelt werden? Können diese gemeinsam erarbeitetet, erfahren oder gar gelehrt werden?
Im Input teilt Jonathan seine Erfahrungen aus einigen Jahren anarchistischer Bildungstätigkeit. Diese reichen von Uni-Seminaren über Vorträge in selbstorganisierten Kontexten und Halbtags-Workshops in der Szene, politische Camps, einem Blog bis hin zu persönlichen Gesprächen.
Anschließend wollen wir gemeinsam in kleineren Gruppen in den Austausch kommen, Erfahrungen teilen und darüber diskutieren, inwiefern sich Anarchie bilden lässt.
