100 Jahre IG Farben – Geschäfte mit Krieg, Tod und Sklaverei

Samstag, 14:00 Uhr, Raum 2

Vortrag und Diskussion mit André Neu und Fritz Hofmann

Geschichte & Karrieren am Beispiel des IG Farben Kartells und der BASF.

Am 2. Dezember 1925 wurde die IG-Farben AG gegründet. Eine Fusion zum damals größten Chemieunternehmen in Europa unter Beteiligung von BASF, Bayer, Hoechst und weiteren Unternehmen.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Konzerngeschichte der IG Farben und beschreibt Vor- und Nachkriegsbiographien einige ihrer führenden Manager und Angestellten.

Bereits vor 1933 gab es Kontakte zur Hitler-Partei NSDAP, später Wahlkampfspenden. Die IG Farben steht beispielhaft für die Verzahnung der Wirtschaftseliten mit dem deutschen Faschismus. Das Geschäft mit Rüstung, Krieg, Tod und Zwangsarbeit im eigenen Konzentrationslager Auschwitz ist Teil der weiteren Geschichte. Hunderte Menschen aus der Rhein-Neckar Region waren direkt oder indirekt am Holocaust beteiligt. Zu nennen wären hier u.a. Manager wie Dr. Otto Ambros, Dr. Wolfgang Heintzeler oder der Ludwigshafener Ehrenbürger Dr. Carl Wurster.